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Photovoltaik Ertrag – Wieviel kWh Strom produziert eine PV-Anlage?

Undine Tackmann, Online-Redakteurin
Undine Tackmann
20. Januar 2026

Der Photovoltaik-Ertrag ist entscheidend dafür, wie wirtschaftlich eine Solaranlage ist. Doch wie lässt sich der PV-Ertrag berechnen und welche Faktoren beeinflussen die Leistungsstärke? Erfahren Sie alles, was Sie über den Ertrag einer Solaranlage wissen müssen.

Was wird als PV-Ertrag bezeichnet?

Ist vom Ertrag von Photovoltaik (PV) die Rede, ist damit die Menge an erzeugter elektrischer Energie über einen definierten Zeitraum gemeint. Der PV-Ertrag ist ein wichtiger Indikator für die Leistung von Solaranlagen. Er zeigt das Verhältnis von Kilowattstunden (kWh) zur Nennleistung der PV-Anlage in Kilowattpeak (kWp) an. Je nach Wetter unterliegen PV-Erträge über das Jahr gesehen großen Schwankungen. Aber auch die verwendete Solartechnik ist entscheidend dafür, wie viel Strom eine Anlage produziert.

Was bedeutet spezifischer Ertrag einer Photovoltaikanlage?

Der spezifische Ertrag meint den Jahresertrag einer PV-Anlage unter realen Bedingungen. Er bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Energie pro installierter Leistungseinheit in einem Jahr. Mit dieser Kennzahl können Sie Ihre Anlagenleistung beurteilen, da nicht unter Laborbedingungen gemessen wird, sondern reale Gegebenheiten wie Verschattungen, Standort und Anlagentechnik berücksichtigt werden.

Wie berechnet sich der spezifische Jahresertrag einer Solaranlage?

Der spezifische Ertrag einer PV-Anlage wird in Kilowattstunden pro Kilowattpeak (kWh/kWp) gemessen. Er ermöglicht eine präzise Einschätzung des erwarteten Energieertrags über einen bestimmten Zeitraum, unter Berücksichtigung realer Bedingungen.

Mit folgender Formel können Sie Ihren PV-Ertrag berechnen:

Spezifischer Ertrag = Jahresertrag (kWh) / Nennleistung der Photovoltaikanlage (kWp)

Jahres- und Tagesertrag von Solaranlagen verschiedener Größen

In Deutschland liegt der jährliche Ertrag im Schnitt bei 1.000 kWh/kWp, wobei Standorte im Süden häufig etwas höhere PV-Erträge aufweisen als Anlagen im Norden. Der finale Ertrag einer Solaranlage hängt von der Anlagengröße, dem Standort, der Ausrichtung und der Sonneneinstrahlung ab.

Aktuelle PV-Erträge nach Anlagengröße im Überblick:

Wie viel Strom produzieren verschiedene Solaranlagen-Größen?

PV-Größe

Tagesertrag

Jahresertrag

5 kWp

12–16 kWh

4.500–6.000 kWh

6 kWp

25–35 kWh

5.400–7.200 kWh

7 kWp

18–22 kWh

6.300–8.400 kWh

8 kWp

19–25 kWh

7.000–9.600 kWh

10 kWp

27–30 kWh

9.000–12.000 kWh

12 kWp

30–40 kWh

10.800–14.400 kWh

15 kWp

37–50 kWh

13.500–18.000 kWh

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Faktoren, von denen der Photovoltaik Ertrag abhängt

Die Höhe des Photovoltaikanlage-Ertrags hängt von mehreren Faktoren ab: Zum einen sind technische Aspekte der Anlage wichtig, zum anderen sind Standortbedingungen sowie das Wetter entscheidend.

Infografik mit Informationen zum PV-Ertrag, dem zu erwartenden Jahresertrag einer Solaranlage und dem Ertrag im Jahresverlauf
PV-Ertrag, Jahresertrag und Jahresverlauf sind wichtige Kennzahlen

Die Anzahl Sonnenstunden am jeweiligen Ort der PV-Anlage

Der Standort der Anlage ist ein wichtiger Faktor für den Photovoltaik-Ertrag, da es je nach Region mehr oder weniger Sonnenstunden im Jahr gibt. So hatten laut Deutschem Wetterdienst (DWD) Sachsen-Anhalt und Berlin mit rund 2.040 bzw. 2.020 Sonnenstunden die meiste Sonne im Jahr 2025. Dagegen gehörte Bremen zu den sonnenscheinärmsten Bundesländern, das bereits im Sommer 2025 mit nur etwa 630 Sonnenstunden die bundesweit geringste Sonnenscheindauer aufwies.

Die Jahreszeit

Die Jahreszeit ist für PV-Erträge maßgeblich relevant, denn in den Sommermonaten scheint die Sonne viel häufiger als in den Wintermonaten. Im Jahr 2025 hatte der Monat Juni laut Statista zum Beispiel 277 Sonnenstunden, im November 2025 schien die Sonne dagegen lediglich 69 Stunden im Durchschnitt. Da wundert es nicht, dass etwa drei Viertel des Ertrags einer PV-Anlage auf das Sommerhalbjahr entfällt und nur ein Viertel auf das Winterhalbjahr.

Der Tagesverlauf

Der PV-Ertrag ist ebenfalls abhängig vom Tagesverlauf. Die Intensität der Sonneneinstrahlung variiert im Laufe des Tages, was sich wiederum auf die Leistung der Solaranlage niederschlägt. Im Durchschnitt erreicht die Sonneneinstrahlung in den Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr ihren Höhepunkt. Mit einem Solarstromspeicher können Sie sich von der Tageszeit unabhängig machen und auch abends oder nachts Ihren gespeicherten Solarstrom nutzen.

Die Ausrichtung der Solarmodule

Je besser Ihre Solarmodule nach dem Stand der Sonne ausgerichtet werden, desto höher ist der Photovoltaik-Ertrag. In der Regel sind nach Süden ausgerichtete Module mit einem Winkel von ca. 30 bis 40 Grad optimal. Aber auch Anlagen, bei denen keine Südausrichtung möglich ist, können so viel Solarstrom produzieren, dass sie sich für einen Haushalt rentieren.

Mögliche Verschattung der Solaranlage

Verschattungen können den Ertrag einer Solaranlage schmälern. Ob durch benachbarte Gebäude, Bäume oder andere Hindernisse – je mehr Schatten auf Solarmodule fällt, desto weniger Solarenergie wird produziert. Daher ist es wichtig, den Standort der Anlage vorab zu analysieren. So können mögliche Verschattungsquellen entdeckt und gegebenenfalls beseitigt werden.

Die Qualität und Auswahl der PV-Module

Neben der Sonneneinstrahlung ist die Qualität der Solarmodule entscheidend für die Solarstromproduktion. Mit hochwertigen Solarzellen können Sie zum Beispiel trotz Verschattungen oder wenig Sonnenstunden vergleichsweise hohe PV-Erträge erzielen. Monokristalline Module weisen dabei höhere Wirkungsgrade auf als polykristalline Module, weswegen Sie optimal für kleine Dachflächen wie bei einem Ein- oder Zweifamilienhaus geeignet sind.

Qualität und Auswahl des Wechselrichters

Ein Wechselrichter ist zuständig für die Umwandlung des erzeugten Gleichstroms in nutzbaren Wechselstrom. Je leistungsstärker der Wechselrichter dabei ist, desto höher ist der Ertrag von nutzbarem Strom. Der Wirkungsgrad Ihres Wechselrichters sollte daher nicht unter 95 Prozent liegen. Gute Wechselrichter erreichen einen Wirkungsgrad bis zu 98 Prozent.

Photovoltaik Ertrag berechnen lassen

Sie wollen wissen, was für ein Photovoltaik Ertrag sich auf dem Dach Ihres Eigenheims erzielen lassen könnte? Lassen Sie sich dazu professionell von Solarfirmen beraten. Füllen Sie einfach den Online-Fragebogen von Aroundhome aus und Sie erhalten Solaranlagen Angebote aus Ihrer Region.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet die Abkürzung kWh?

Die Abkürzung „kWh“ steht für „Kilowattstunde“. Es ist eine Einheit, die die Menge an Energie angibt, die in einem elektrischen System, wie z. B. einer Photovoltaikanlage, in einer Stunde verbraucht oder erzeugt wird.

Für was steht die Abkürzung kWp?

Die Abkürzung „kWp“ steht für „Kilowatt-Peak“. Sie gibt die maximale Leistung an, die eine Photovoltaikanlage unter optimalen Bedingungen, insbesondere bei maximaler Sonneneinstrahlung, erzeugen kann.