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Solarstrom speichern – welche Möglichkeiten gibt es?

Die Speicherung elektrischen Stroms stellt insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien mit ihren unterschiedlichen Wirkungszeiten ein Problem dar, an dem die Forschung derzeit verstärkt arbeitet. Dies gilt nicht zuletzt für die Photovoltaik, die aufgrund der tages- und jahreszeitlich bedingten Schwankungen der Sonneneinstrahlung zu bestimmten Zeiten viel mehr Strom zur Verfügung stellt als zu anderen. Solaranlage.de informiert Sie über aktuelle Möglichkeiten der Speicherung von Solarstrom mit Hilfe von Solarbatterien.

Das Problem der Speicherung von Solarstrom

Anlagen zum Solarstrom SpeichernPhotovoltaikanlagen wandeln Sonnenenergie in elektrische Energie um. Dementsprechend ist die Menge des erzeugten Stroms bei der stärksten Sonneneinstrahlung am größten. Dies ist aufs Jahr bezogen üblicherweise im Sommer und im Tagesablauf in der Mittagszeit der Fall. Während die Höchstwerte des Gesamtstromverbrauchs aufgrund der industriellen Nutzung tatsächlich tagsüber liegen, ist dies in privaten Haushalten in der Regel nicht der Fall. Um die Schwankungen auszugleichen, gibt es verschiedene Optionen für die Stromspeicherung.

TIPP DER REDAKTION:

In diesem Video des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW) erfahren Sie mehr über die Funktionsweise eines Solarspeichers:

Möglichkeiten der Speicherung von Solarenergie

Damit ein Solaranlagenbetreiber den erzeugten Solarstrom speichern kann, gibt es verschiedene Formen von Solar-Akkus. Dazu zählen:

  • Blei-Säure-Akkus: Sie sind die meist verbreiteten Solarstromspeicher, da sie sich bereits seit Jahrzehnten in der Industrie und im Farzeugbau bewähren. Zudem sind sie mit einem Anschaffungspreis von rund 250 €/kWh Speicherkapazität recht kostengünstig im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus. Der Nachteil: Blei-Säure-Akkus können weniger oft ge- bzw. entladen werden (bis zu 3.000 Vollzyklen sind möglich) und haben daher eine relativ kurze Lebensdauer von rund fünf Jahren. Da bei diesem Akkutyp das Risiko einer Knallgasexplosion besteht, ist eine entsprechende Belüftung des Raumes unbedingt erforderlich.

    Eine Alternative bieten die wartungsfreundlichen und langlebigeren (bis zu 10 Jahre) Blei-Gel-Akkus: Aufgrund des Gels wird die sogenannte Gasung (Freisetzung von Wasser- und Sauerstoff beim Laden des Akkus) stark reduziert und so das Risiko einer Knallgasexplosion drastisch verringert. Die Kosten eines Blei-Gel-Akkus sind hingegen etwa doppelt so hoch wie für Blei-Säure-Akkus.

  • Lithium-Ionen-Akkus: Sie gelten als die Zukunft der Solarstromspeicherung, da sie über eine höhere Lebensdauer (20 Jahre und länger), eine weitaus größere Zahl an (Ent-) Lademöglichkeiten (bis zu 7.000 Vollzyklen) und einen besseren Wirkungsgrad als Bleiakkus verfügen. Mit rund 550 €/kWh sind sie zwar weitaus teurer, allerdings wird ein stetiger Preisabfall prognostiziert.

Die Kombination einer Photovoltaikanlage mit einem Solar Akku ermöglicht Privathaushalten die Deckung von rund 70 bis 80% des jährlichen Strombedarfs. Ein Nachteil liegt in der schlechten Umweltverträglichkeit dieser Solarbatterie-Arten. Sowohl Blei als auch Lithium sind Umweltgifte, deren Entsorgung bislang nicht ausreichend geklärt ist. Umweltschützer befürchten für die Zukunft ein Entsorgungsproblem. Auf Dauer müssen daher umweltverträglichere Lösungen gefunden werden, damit Privathaushalte ihren Solarstrom speichern können.

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Wann lohnt sich die Speicherung von Solarstrom?

Ob sich die Speicherung der selbst produzierten Solarenergie lohnt, hängt nicht nur von dem Kosten des Speichers, sondern auch vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme Ihrer Solaranlage ab:

  • Besitzer von älteren Anlagen, die vor 2010 in Betrieb genommen wurden, erhalten eine Einspeisevergütung von 0,30€/kWp oder mehr. Damit profitieren sie mehr von der Netzeinspeisung und dem Zukauf des günstigeren Haushaltsstroms als vom Eigenverbrauch des wertvolleren Solarstroms.
  • Wer eine Anlage besitzt, die zwischen 2009 und 2012 in Betrieb genommen wurde, erhält eine gestaffelte Vergütung für den Eigenverbrauch. Hier lohnt sich eine Speicherung des Stroms dann, wenn der Eigenverbrauch besonders hoch, also über 30 %, liegt.
  • Seit April 2012 gibt es für neue Anlagen keine Eigenverbrauchsvergütung mehr und die Einspeisevergütung sinkt stetig. Die derzeitigen Vergütungswerte liegen bei:

    Inbetriebnahme Dachanlage bis 10 kWp Dachanlage bis 40 kWp Dachanlage bis 1 MWp
    ab 01.04.2016 12,31 Cent/kWh 11,97 Cent/kWh 10,71 Cent/kWh
    Gleichzeitig steigen die Strompreise um rund 6 % pro Jahr. Je weiter also die Einnahmen aus der Einspeisevergütung sinken und die Strompreise in die Höhe gehen, desto eher lohnt sich die Investition in einen Solarstromspeicher. Je nach Größe des Speichers lassen sich bis zu 100 % des produzierten Stroms nutzen.

TIPP DER REDAKTION:

Ob sich ein Solarstromspeicher für Sie lohnt, können Sie mit Hilfe eines Solateurs in Erfahrung bringen. Solaranlage.de vermittelt Ihnen kostenlos und unverbindlich geprüfte Fachfirmen, die Sie ausführlich beraten und Ihnen ein individuelles Angebot für Anlage und Speicher machen. Füllen Sie einfach unser Online-Formular aus und beschreiben Sie Ihre Vorstellungen. Anschließend erhalten Sie bis zu drei Angebote von Solarfirmen in Ihrer Region, die Sie bequem miteinander vergleichen können.

Falls Sie sich für die Anschaffung eines Solarstromspeichers entscheiden, informieren Sie sich vorab über die Fördermöglichkeiten. Dazu zählt u.a. das Förderprogramm Nr. 275 der KFW Bankengruppe zum Einbau eines Solarstromspeichers in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage: Seit März 2016 vergibt die KFW einen zinsgünstigen Kredit sowie einen Tilgungszuschuss über die Anschaffungssumme des Kombisystems mit Solarstromanlage plus Speicher oder für den Speicher allein im Fall der Nachrüstung. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Seite der KFW. Sie suchen eine Solaranlage? Solaranlage finden Vergleichen Sie mehrere Angebote von Fachhändlern

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