Dünnschichtmodule
Solaranlagen werden zumeist auf den Dächern von Gebäuden installiert. Dabei ist es vielen Solaranlagenbesitzern häufig nicht egal, wie diese auf ihrem Dach angebracht werden. Damit die Solaranlage das Gebäude, auf dem sie montiert ist, nicht verunstaltet, können die Photovoltaikmodule ästhetisch an die Architektur des Hauses angepasst werden. Dies gelingt häufig durch den Einsatz von Dünnschichtmodulen. Da Dünnschichtmodule nicht nur dünner, sondern auch leichter sind als kristalline PV Module, können diese vielseitiger eingesetzt werden. Es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen und Farben und sie können sowohl auf dem Dach eines Hauses als auch auf der Gebäudefassade befestigt werden.
Dünnschichtmodule: Vorteile und Nachteile
Das Dünnschichtmodul besitzt allerdings neben der größeren Ästhetik noch weitere Vorteile.
Dünnschichtmodule Vorteile:
- Geringer Preis
- Gute Leistung bei weniger guten Lichtverhältnissen
- Gute Leistung auch bei hohen Temperaturen
Dünnschichtmodule sind im Vergleich zu kristallinen PV Modulen erheblich günstiger. Dies begründet sich darin, dass für die Herstellung weniger Rohstoffe verwendet werden müssen als bei anderen Modulen. Da bloß eine dünne Siliziumschicht auf einen Träger (meist Glas) aufgedampft wird, werden Rohstoffe gespart und der Preis für Dünnschichtmodule so geringer. Außerdem kommen Dünnschichtmodule vergleichsweise gut mit diffusen Lichtverhältnissen klar. Der Leistungsabfall bei Verschattungen oder bewölktem Himmel ist nicht so hoch wie bei kristallinen Modulen. Hinzu kommt, dass auch hohe Temperaturen keinen so großen Leistungsabfall bei Dünnschichtmodulen bewirken wie bei anderen PV Modulen.
Dünnschichtmodule Nachteile:
- 0, 5 % Degradierung der Leistung p. a.
- Geringer Wirkungsgrad
- Geringere Erfahrungswerte
Die Degradierung der Leistung, von denen zwar alle Modularten betroffen sind, fallen bei Dünnschichtmodulen jedoch höher aus als bei kristallinen PV Modulen. Das heißt, dass Dünnschichtmodule von Natur aus eine geringere Leistungsgarantie besitzen als andere PV Module. Außerdem besitzen Dünnschichtmodule einen geringeren Wirkungsgrad als kristalline Module. Das hat zur Folge, dass mehr Dünnschichtmodule verbaut werden müssen, um die gleiche Leistung einer Solaranlage mit kristallinen Modulen zu erreichen. Darüber hinaus ist die Dünnschichttechnologie in der Photovoltaik noch nicht so weit fortgeschritten und deshalb bestehen bisher keine langfristigen Erfahrungswerte für Dünnschichtmodule.


