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Photovoltaik-Eigenverbrauch

Eine eigene Photovoltaikanlage produziert nicht nur umweltfreundlichen Strom, sondern hilft auch, sich von steigenden Stromkosten unabhängig zu machen. Ermöglicht wird dies durch den Photovoltaik-Eigenverbrauch, also die teilweise oder komplette Nutzung des erzeugten Stroms für den eigenen Bedarf. Lesen Sie hier auf Solaranlage.de, wie der Eigenverbrauch von Solarstrom funktioniert und für wen er sich rentiert.

Warum Photovoltaik-Eigenverbrauch?

Folgende Gründe sprechen für den Photovoltaik-Eigenverbrauch:

  • Die Vergütung für selbst produzierten und in das öffentliche Netz eingespeisten Strom wird immer niedriger und damit unattraktiver für Anlagenbesitzer.
  • Durch die Eigennutzung muss weniger Strom aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen werden. So können Sie Stromkosten einsparen.
  • Sie machen sich von den steigenden Stromkosten unabhängig.

So funktioniert der Photovoltaik-Eigenverbrauch

Prinzip einer Photovoltaikanlage

Prinzip einer Photovoltaikanlage © Fotolia | guukaa

Zunächst wird die gewonnene Solarenergie mittels Wechselrichter von Gleich- in Wechselstrom umgewandelt und in das Stromnetz des Hauses eingespeist. Dort kann es für sämtliche elektrische Verbraucher (Lampen, Waschmaschine, Fernseher, elektrische Heizung etc.) genutzt werden – hier spricht man von Eigen- oder Selbstverbrauch. Überschüssiger Strom wird automatisch in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Erzeugt die PV-Anlage hingegen weniger Strom als verbraucht wird, erfolgt die Stromversorgung über das öffentliche Stromnetz.


Damit die Menge des selbst genutzten Stroms erfasst werden kann, werden folgende Stromzähler benötigt:
  • PV-Zähler: Dieser misst die Menge des erzeugten Solarstroms.
  • Bezugszähler: Dieser erfasst die Menge des Stroms, der aus dem öffentlichen Netz bezogen wird.
  • Einspeisezähler: Dieser misst die Menge des in das öffentliche Netz eingespeisten Stroms.

Oftmals wird anstelle von Bezugs- und Einspeisezähler ein Zweirichtungszähler installiert.

Wie hoch ist mein Eigenverbrauch?

Der Eigenverbrauch wird errechnet, indem man die Werte des Einspeisezählers von den Werten des PV-Zählers abzieht, also:

Erzeugte Energie – Eingespeiste Energie = Eigenverbrauch

Wenn also die Solaranlage 6.500 kWh Strom erzeugt hat und die eingespeiste Energie 4.300 kWh beträgt, liegt der Eigenverbrauch bei 2.200 kWh. Um die einzelnen Werte in Erfahrung zu bringen, müssen Sie lediglich die Zähler ablesen.

TIPP DER REDAKTION:

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Für wen lohnt sich der Photovoltaik-Eigenverbrauch?

Im privaten Bereich wird meist nur ein Teil des gewonnenen Solarstroms für den Eigenverbrauch verwendet. Während der Eigenverbrauch bis zum EEG 2012 separat gefördert wurde, erhalten Betreiber, die ihre Anlage nach April 2012 registrier(t)en, keine extra Förderungen mehr. Sie erhalten dadurch zwar keinen Gewinn, sparen jedoch Stromkosten ein.

ACHTUNG:

Seit 2014 bestehen für

Gleichzeitig werden die Förderbeiträge für die Netzeinspeisung zunehmend unattraktiver, da sie kontinuierlich sinken. In der folgenden Tabelle sehen Sie die aktuellen Sätze der Einspeisevergütung für Kleinanlagen auf Wohngebäuden für das erste Halbjahr 2016. Während sich die Förderung 2015 monatlich um jeweils 0,25 % verringert hat, ist sie seit Januar 2016 konstant geblieben.

Inbetriebnahme Dachanlage bis 10 kWp Dachanlage bis 40 kWp Dachanlage bis 100 kWp
ab dem 01.01.2016 12,31 Cent/kWh 11,97 Cent/kWh 10,71 Cent/kWh

Zu Spitzenzeiten, beispielsweise im Hochsommer, wird mehr Strom produziert als der Haushalt tatsächlich benötigt. Die überschüssige Energie wird demzufolge in das öffentliche Netz eingespeist, wofür der Anlagenbetreiber staatliche Vergütungen erhält. Laut einer Regelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wird jede eingespeiste Kilowattstunde vergütet. Bis zur letzten Änderung des EEG im April 2012 wurde der Eigenverbrauch von Solarstrom separat gefördert. Demnach haben Besitzer bei einem Verbrauch von mehr als 30% des produzierten Stroms einen höheren Satz erhalten als Betreiber, die weniger als ein Drittel selbst verwendet haben. Diese Regelung wurde 2012 aufgehoben, da zu viel Strom in das öffentliche Netz eingebunden und zu wenig für den Haushalt genutzt wurde.

Die folgende Rechnung zeigt die Rentabilität vom Photovoltaik-Eigenverbrauch:

Eine Familie mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 kWh besitzt eine Anlage mit einer Leistung von 10 kWp. Die Anlage wurde im Januar 2016 in Betrieb genommen, womit die Einspeisevergütung bei 12,31 Cent pro kWh liegt. Für ihren Strom würde die Familie 28 Cent/kWh bezahlen. Dank der Anlage spart sie je nach Eigenverbrauch:

Einspeisevergütung Photovoltaik-Eigenverbrauch Ersparnis durch Eigenverbrauch Gesamte Rendite + Ersparnis
Bei Volleinspeisung: 492 € 492 €
Bei 25 % Eigenverbrauch 369 € 1.000 kWh 1.369 €
Bei 50 % Eigenverbrauch 246 € 2.000 kWh 2.246 €
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