Auslegung Solaranlage
Zum Thema Auslegung Solaranlage: Die Auslegung ist bei einer Solaranlage der wichtigste Faktor zur Energiegewinnung. Kann das Solarmodul nicht genügend Sonnenstrahlen einfangen, produziert die Anlage weniger Energie und somit nicht genügend Wärme beziehungsweise Strom. Es gibt gewisse Faustregeln für eine Solaranlage und ihre diesbezügliche Ausrichtung, jedoch ersetzen sie nicht eine gut durchgeführte Planung. Die richtige Ausführung und Auslegung einer Solaranlage kann bis zu 70% Energie einsparen. Für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung wird Solarthermie verwendet, für die Erzeugung elektrischen Stroms gibt es Photovoltaik. Der Jahresertrag fällt oft auf die Monate April bis September zurück, daher gibt es die meiste Energiegewinnung im Sommer.
Ausrichtung Solaranlage
Für die Warmwasserbereitung gilt 1,5 m² Flachkollektor beziehungsweise 1,3 m² Röhrenkollektor je Person. Die effektive Ausrichtung einer Solaranlage hängt vom Neigungswinkel und der angestrebten Himmelsrichtung des Kollektors ab. Allgemein gilt, dass eine Solaranlage mit einer Ausrichtung gegen Süden und einem Neigungswinkel von ca. 30 bis 45° die höchsten Energieerträge leistet. Auch bei kleinen Abweichungen ist eine Solaranlage stets wirtschaftlich. Falls eine Auslegung in Richtung Süden nicht realisierbar ist, empfiehlt sich ein flache Neigung. Selbst bei einer Ausrichtung zum Osten oder Westen ist ein Ertrag von 85% möglich, wenn ein Neigungswinkel von 25 bis 40° vorhanden ist.
Der größte Energieertrag kann erreicht werden, wenn die Solar Ausrichtung im rechten Winkel zur Sonneneinstrahlung erfolgt. Der ideale Winkel ist eigentlich je nach Jahreszeit verschieden, da die Sonne im Sonner höher steht als im Winter. Es gibt auch die Möglichkeit einer Nachführung, bei der der Kollektor dem Sonnenlicht folgt, jedoch ist dies eine zu aufwendige und kostenintensive Methode. Bei einer Wahl zwischen einer Südost- oder einer Südwest-Ausrichtung ist der Südwesten besser geeignet, da die höhere Lufttemperatur und das Auflösen des Frühnebels am Nachmittag möglicherweise höhere Erträge bringen. Durch Vergrößern der Kollektorfläche können eventuelle Energieinbußen vermieden werden.
Es gibt Solarmodule, die auch bei wenig Sonneinstrahlung maximale Energie gewinnen können. Schattige Positionen können demnach durch Module mit mono- oder polykristallinen Zellen ausgeglichen werden. Trotzdem gibt es die Regel, dass die Kollektoren etwa sechs Stunden in der Mittagszeit nicht verschattet sein sollen. Im Winter spielt diese Richtlinie keine Rolle, denn es ist ohnehin kein großer Gewinn zu erwarten. Je nach Verwendung gibt es unterschiedliche Neigungswinkel, so braucht man zum Beispiel für die Schwimmbaderwärmung nur einen flachen Winkel. Solaranlagen haben in der Regel eine Nutzungsdauer von mindestens 20 Jahren. Mehr Informationen zu Themen wie Auslegung Solaranlage z.B. auf einem Fertighaus sind unter der Rubrik “Installation” zu finden.


