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Photovoltaik - Steuer und Steuerrecht

Der überwiegende Teil der Photovoltaikanlagenbetreiber ist dazu verpflichtet, Steuern zu zahlen. Eine Ausnahme bilden Anlagen, die komplett für den Eigenverbrauch verwendet werden, beispielsweise Inselanlagen. Ansonsten können abhängig von der Größe der Anlage und der Art des Gewerbes Einkommenssteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer anfallen. Auf Solaranlage.de finden Sie wichtige Informationen zum Thema Photovoltaik Steuer.

Ist Photovoltaik einkommensteuerpflichtig?

Üblicherweise speisen Betreiber von Solaranlagen einen Teil des hergestellten Stroms ins öffentliche Stromnetz ein und erhalten dafür die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgeschriebene garantierte Einspeisevergütung (derzeit 15,63 Cent pro kWh bei Dachanlagen bis 10 kW, Stand: Mai 2013). Dies ist insofern sinnvoll, als zu Hochzeiten in der Regel mehr Strom produziert wird, als selbst verbraucht werden kann, während beispielsweise im Winter externer Strom aus anderen Energiequellen zurückgekauft werden muss. Größere Unternehmen produzieren sogar in erster Linie oder ausschließlich für den öffentlichen Strommarkt. Die Einnahmen aus der Einspeisung von Solarstrom ins öffentliche Stromnetz sind einkommensteuerpflichtig. Dies bedeutet, dass für die Einnahmen aus einer Photovoltaikanlage Steuer gezahlt werden muss, sobald sie die im Rahmen des Betriebs entstehenden Kosten übersteigen. Die Anschaffungskosten sind steuerlich absetzbar und werden im Rahmen der Steuererklärung mit den zu zahlenden Steuern verrechnet.

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Grundsätzliche Unternehmereigenschaft eines PV-Anlagen-Betreibers

Beim Betrieb einer Photovoltaikanlage liegt dann eine unternehmerische Tätigkeit vor, wenn Strom ins öffentliche Netz eingespeist und damit an den jeweiligen Netzbetreiber verkauft wird. Solarstromerzeugung stellt dementsprechend rechtlich gesehen eine unternehmerische Tätigkeit dar, die Anmeldung eines Gewerbes ist jedoch nicht in jedem Fall notwendig. Private Photovoltaikanlagen erwirtschaften in der Regel nicht genug Gewinn, um unter das Gewerberecht zu fallen. Laut Bundesfinanzministerium ist dies bei Anlagen mit einer Leistung von bis zu 5 kW der Fall. Man spricht in diesem Zusammenhang von Bagatellfällen. Steuerrechtlich gesehen ist die unternehmerische Tätigkeit eines Photovoltaikanlagen-Betreibers jedoch zu berücksichtigen. Die Einkünfte müssen also in jedem Fall in der Steuererklärung angegeben werden.

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Mögliche Befreiung von der Photovoltaik Steuer

Eine Photovoltaik Steuer existiert in diesem Sinn nicht, jedoch sind Anlagenbetreiber, die mehr als 50% des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz einspeisen, laut Finanzamt umsatzsteuerpflichtig. Beträgt der Jahresumsatz (zuzüglich der darauf anfallenden Steuer) im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr 17.500 Euro und werden für das laufende Jahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht überstiegen, kann sich der Betreiber im Rahmen der Kleinunternehmerregelung von der Umsatzsteuer befreien lassen. Allerdings ist es für die meisten Betreiber sinnvoll, sich nicht von der Umsatzsteuer befreien zu lassen, da ihnen sonst wichtige Abschreibungsmöglichkeiten verloren gehen. Außerdem können Unternehmer, die Umsatzsteuer zahlen, die beim Kauf gezahlte Mehrwertsteuer (immerhin 19% des Gesamtpreises) vom Finanzamt zurückerhalten. Dies ist jedoch nicht möglich, wenn sich der Betreiber von der Umsatzsteuer befreien lässt. Eine Gewerbesteuer dagegen fällt nur an, wenn der Gewinn aus der gewerblichen Tätigkeit jährlich mehr als 24.500 Euro beträgt. Dies ist bei privaten Anlagen in der Regel nicht der Fall.

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