Solaranlage.de bei Google+

Abschreibung Photovoltaikanlage - alle wichtigen Informationen

Photovoltaikanlagen gelten als Wirtschaftsgüter und erlauben damit verschiedene Formen steuerlicher Abschreibung. Voraussetzung ist natürlich, dass für den erwirtschafteten Gewinn bzw. das normale Gehalt Einkommens- oder Lohnsteuer gezahlt werden. Solaranlage.de informiert Sie über das Thema Abschreibung Photovoltaikanlage.

Abschreibung im Bereich Solaranlagen

Nach dem Steuerrecht gelten aufliegende Photovoltaik-Dachanlagen als abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter. Dementsprechend sind verschiedene Formen steuerlicher Absetzung möglich, die für nicht bewegliche Anlagen (z.B. Indach-Anlagen) nicht oder nur bedingt zutreffen. Die derzeit möglichen Formen steuerlicher Solaranlagen Abschreibung umfassen:

  • Lineare Abschreibung
  • Degressive Abschreibung (nur für Anlagen vor dem 31.12.2010)
  • Investitionsabzug
  • Sonderabschreibung
Sie suchen eine Photovoltaikanlage? Photovoltaikanlage finden Vergleichen Sie mehrere Angebote von Fachhändlern

Die bis zum 31.12.2010 gültige Form der degressiven Abschreibung ist für später gebaute Solaranlagen nicht mehr möglich, gilt jedoch weiterhin für Anlagen, die nach dem 1.1.2009 und vor dem 31.12.2010 in Betrieb genommen wurden. Mit Ausnahme der linearen und degressiven Abschreibung, die sich gegenseitig ausschließen, sind alle Formen der Solaranlagen Abschreibung kombinierbar. Zusätzlich können auch weitere im Zusammenhang mit der Photovoltaikanlage entstandene Kosten (z.B. Dachrenovierungen, Fahrtkosten, Leitern, Reinigungs- und Sicherungsmaterial) geltend gemacht werden. Für Unternehmen gilt natürlich ebenfalls die Rückerstattung der Umsatzsteuer.

Mögliche Formen der Abschreibung von Photovoltaikanlagen

Da Photovoltaikanlagen abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter sind, trifft auf sie die AfA-Regelung zu. AfA bedeutet Abschreibung für Abnutzung und betrifft die Möglichkeit, den Anschaffungspreis eines Wirtschaftsguts auf seine Nutzungsdauer umzulegen. Die Grundlage bildet die durchschnittliche Lebensdauer des Wirtschaftsgutes. Im Falle der linearen Abschreibung einer Photovoltaikanlage werden dabei die Kosten zu gleichen Teilen auf die einzelnen Jahre aufgeteilt. Der jeweilige Anteil ist dann pro Jahr von der Steuer abschreibbar. Im Fall von Photovoltaikanlagen beträgt die Nutzungsdauer 20 Jahre, dementsprechend sind pro Jahr 5% des Anschaffungspreises abschreibbar.

Sie suchen eine Photovoltaikanlage? Photovoltaikanlage finden Vergleichen Sie mehrere Angebote von Fachhändlern

Für Anlagen, die zwischen dem 1.1.2009 und dem 31.12.2010 in Betrieb genommen wurden, ist weiterhin eine degressive Abschreibung möglich. Dabei kann die Summe ungleichmäßig auf die einzelnen Jahre verteilt werden, wobei sie maximal das 2,5-fache der linearen Abschreibung der Solaranlage betragen darf. Bei Photovoltaikanlagen darf die höchste Summe dementsprechend 12,5% des Anschaffungspreises betragen.

Sonderfälle für die gewerbliche Abschreibung von Photovoltaikanlagen

Für kleine und mittlere Betriebe gilt zudem der Investitionsabzug. Dieser gilt für Steuern, die vor der Anschaffung zu zahlen sind, und muss zwischen ein und drei Jahren vor Inbetriebnahme geltend gemacht werden. Er kann bis zu 40% der voraussichtlichen Anschaffungskosten betragen. Außerdem können kleine und mittlere Betriebe in den ersten vier Jahren nach der Anschaffung insgesamt 20% der Kaufsumme als Sonderabschreibung geltend machen. Dabei kann die Verteilung der 20% nach Belieben auf den Zeitraum aufgeteilt werden. Dies ist insofern hilfreich, als eine höhere Summe veranschlagt werden kann, wenn ein größerer Gewinn erwartet wird, dessen Besteuerung durch die Sonderabschreibung vermindert wird. Allerdings muss nach Inanspruchnahme der Sonderabschreibung der Photovoltaikanlage die lineare Abschreibung über den Restbetrag neu berechnet werden. Insofern ist es sinnvoll, bis zum Ende des Begünstigungszeitraumes (vier Jahre nach Betriebsbeginn) einen Anteil der Sonderabschreibung für die Photovoltaikanlage zurückzuhalten.

Sie suchen eine Photovoltaikanlage? Photovoltaikanlage finden Vergleichen Sie mehrere Angebote von Fachhändlern

Rechnungsbeispiel für die Abschreibung einer Solaranlage

Berechnungsgrundlage ist eine Solaranlage für 14.000 Euro. Da der Betreiber vorhat, Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen, kann er ein Gewerbe anmelden und somit die 19% Mehrwertsteuer zurückfordern (2235,29 Euro). Vom Bruttopreis 14.000 Euro zahlt der Betreiber schlussendlich also nur 11764,71 Euro. Zusätzlich können über den Investitionsabzug im Vorfeld bis zu 40% der Anschaffungskosten (4705,88 Euro) auf die vorher zu zahlenden Steuern angerechnet werden. Über die lineare Abschreibung sind zudem zwanzig Jahre lang jährlich 5% des Anschaffungspreises absetzbar (588,24 Euro). Werden jedoch über die Sonderabschreibung 20% der Kaufsumme (insgesamt 2352,94 Euro) abgeschrieben, muss nach Anrechnung der kompletten Summe die lineare Abschreibung neu berechnet werden. (Im Beispiel beträgt diese dann nur noch 470,58 Euro.) Es lohnt sich also, die komplette Sonderabschreibung der Photovoltaikanlage erst nach vier Jahren in Anspruch zu nehmen, sich also beispielweise 1% bis zum Schluss des Geltungszeitraums aufzuheben, um möglichst lange den höheren Prozentwert (588,24 Euro) zu behalten.

Sie suchen eine Photovoltaikanlage? Photovoltaikanlage finden Vergleichen Sie mehrere Angebote von Fachhändlern

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums der Justiz, insbesondere hier.

Solaranlage finden Rabatt

Sie suchen eine Solaranlage? Vergleichen Sie bis zu 3 Angebote von regionalen
Fachhändlern - kostenlos & unverbindlich.